Angelika Schennen

PR Manager Maritime Fachmessen

+49 40 3569-2440

Schlussbericht als PDF

Schlussbericht SMM 2010

SMM 2010 bestätigt positive Entwicklung der Branche

50.000 Fachbesucher aus aller Welt kamen zur
Weltleitmesse der Schiffbauindustrie

Umweltschutz und Offshore als Innovationstreiber


Die SMM 2010, 24. shipbuilding, machinery & marine technology, international trade fair hamburg, die nach viertägiger Dauer (7. bis 10. September) heute ihre Tore schloss, war mit 2003 zufriedenen Ausstellern aus 58 Ländern und 50.000 Fachbesuchern aus aller Welt wirtschaftlicher Impulsgeber der Branche. „Die SMM hat ihre Führungsrolle als Weltleitmesse erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, zog Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress ein positives Fazit. „Wir haben auf der SMM 2010 alle aktuellen und zukunftsträchtigen Themen der maritimen Industrie besetzt“.
Dabei kam die größte Besuchergruppe aus Reedereien und Schifffahrtsunternehmen, gefolgt vom Maschinen- und Anlagenbau und der Schiffbau- und Werftindustrie. Die Fachbesucher der SMM 2010 waren zu 69 Prozent Entscheidungsträger innerhalb ihrer Unternehmen (SMM 2008: 67 Prozent). Mehr als ein Drittel der Fachbesucher kamen aus dem Ausland. Knapp zwei Drittel der internationalen Fachbesucher beurteilen die gegenwärtige wirtschaftliche Situation positiv und erwarten eine weitere Verbesserung.

Die ausstellenden Unternehmen, die zu zwei Dritteln aus dem Ausland kamen, verbreiteten durchweg Optimismus, auch wenn sich dieser manchmal noch ein wenig gedämpft äußerte. „Grüne“ Technologien, Offshoretechnik und Schiffsfinanzierung bildeten die diesjährigen Schwerpunkte der internationalen Fachmesse und des Rahmenprogramms mit zahlreichen Kongressen und Workshops - ein zukunftsorientierter Dreiklang. Die anziehende Konjunktur und die Fülle an umweltverträglichen und effizienzsteigernden Innovationen befeuerten das Interesse der SMM-Fachbesucher deutlich. Die SMM 2010 setzte damit die Tradition der weltweit führenden Schiffbaufachmesse als Trendseismograph und Trendsetter fort.

Für Jaakko Eskola, EMEC President und bei Wärtsilä Group Vice President Ship Power, war der Erfolg der Messe zugleich auch ein Erfolg der umweltkompatiblen Technologien: „Die SMM 2010 war ein wichtiges Schaufenster für grüne Technologie, wie sie in Schifffahrt und Schiffbau benötigt wird. Die Messe war ein wahrer Blick in die Zukunft der maritimen Industrie. Jeder hat inzwischen begriffen, wie wichtig effiziente und umweltverträgliche Lösungen sind.“ Für die europäischen maritimen Zulieferer sei die SMM 2010 überdies ein erfolgreiches Business-Event gewesen. Denn um im Wettbewerb bestehen zu können, sei eine Konzentration und eine Vernetzung mit Werften und Schifffahrtsunternehmen notwendig. Dazu habe die SMM gute Gelegenheit geboten.
Werner Lundt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), bestätigte Eskolas Einschätzung: “Die SMM 2010 demonstrierte erfolgreich in allen Bereichen, dass die Schiffbauindustrie das Thema Umwelt- und Klimaschutz ebenso ernst nimmt wie Effizienzsteigerung und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, wobei diese Faktoren durchaus keine Gegensätze sein müssen, wie eine Fülle von Innovationen der Werften und Schiffbauzulieferer beweisen.“
Hauke Schlegel, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) meinte: „Die intensiven Gespräche der Zulieferer an allen vier Messetagen waren der beste Beleg für die entscheidende Rolle, die die SMM beim Austausch technischer Trends im maritimen Geschäft spielt. Hierbei stehen die langfristigen Kundenbeziehungen und Entwicklungspartnerschaften im Vordergrund. Die innovationsstarke Zulieferindustrie hat auf der SMM eindrucksvoll bewiesen, dass sie ihr Angebot erfolgreich auf die verschärften Umweltanforderungen, aber auch neue Märkte wie zum Beispiel das dynamische Offshore-Segment ausgerichtet hat.“
Auch Ralf Nagel, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR), betonte die Erfindungsgabe der Entwickler: "Die SMM 2010 zeigte eine solche Fülle innovativer Technologien gerade für zukunftsträchtige Felder beispielsweise bei umweltschonenden Antrieben und Offshoretechnik, wie keine SMM zuvor. Die präsentierten Lösungen eröffnen auch Schiffsbetreibern neue Perspektiven. Hinsichtlich umweltverträglicher Technologien war die diesjährige SMM richtungweisend für die ganze internationale Schifffahrt."

Dazu zählt die neue, frei konfigurierbare Schiffsbrücke von Raytheon Anschütz, die in erster Linie effizienteres und leichteres Handling bewirken soll. Die Resonanz sei bei den zahlreich erschienenen Schiffseignern sehr positiv gewesen, berichtete Martin Richter, Marketing Manager bei Raytheon Anschütz. Auch für SAM Electronics waren die gezeigten Neuentwicklungen, ein integriertes Automationssystem von Valmarine und ein neues Vessel Control System, Erfolgsfaktoren. Ulrich Röhrl, Director Marketing bei SAM Electronics: „Wir haben zahlreiche neue Geschäftskontakte nach Skandinavien und Asien knüpfen können.“
Wie sehr Innovationen das Geschäft beflügeln, dafür liefern auch die neuen Inline-Strahlruder und Inline-Antriebe von Voith das beste Beispiel. Dr. Martin Füllenbach, CEO von Voith Turbo: “Wir sind von der Nachfrage regelrecht überlaufen worden.“ Bei Reedern aus aller Welt sei das Interesse „riesengroß“ gewesen. Demnächst werde er die erste Vertragsunterzeichnung in China leisten. Ebenso zufrieden mit dem Verlauf der SMM 2010 zeigte sich Siemens. Eberhard Becker, im Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) weltweit für das Marinegeschäft zuständig, sprach von „vielen interessanten Kundengesprächen“. Es habe sich gezeigt, dass umweltverträgliche und energieeffiziente Lösungen in Schiffbau und Schifffahrt mehr denn je von Interesse sind und gebraucht werden. „Deshalb sind wir besonders stolz, dass wir das „Ship of the Year 2010“, die „Skandi Aker“, mit energieeffizienter und umweltverträglicher Antriebstechnik ausgerüstet haben“, sagte Becker.
Der Trend zu mehr Umweltschutz bei gleichzeitiger Steigerung der Wirtschaftlichkeit zeigte sich auch auf bei SkySails, Hersteller von Zugdrachen für Schiffe. Stephan Wrage, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens: “Wir haben sehr gute Resonanz auf unser System erhalten. Die Schifffahrtsbranche hat das Thema „Green Shipping“ verstanden. Unser System ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch Treibstoff sparend. Wir hatten daher zahlreiche Reeder hier.“
Mit nahezu denselben Worten beschrieb Peter Dan Petersen, Senior Manager Marketing Communications von MAN Diesel und Turbo das Reederinteresse an dem neuen 32/44 Common Rail Motor, dem größten Exponat des MAN-Standes: „Es gab Anfragen von Reedern aus aller Welt. Wir sind äußerst zufrieden mit dem Messeverlauf“. Beim Motorenhersteller, der Tognum-Tochter MTU Friedrichshafen, hat die SMM 2010 die „Erwartungen voll erfüllt“, wie es Rainer Breidenbach, Tognum-Vorstand für den Geschäftsbereich Engines, formulierte: “Wir konnten zahlreiche  neue Projekte für den Offshore-Markt auf den Weg bringen“, äußerte sich Breidenbach zufrieden.

Von „zahlreichen neuen Projekten“ sprach auch Manfred Urban, Geschäftsführer der Mecklenburger Metallguss GmbH (MMG), einem der weltweit führenden Hersteller von Schiffspropellern. Die Verhandlungen mit vorwiegend koreanischen und chinesischen Werften gäben Anlass zu großem Optimismus, zusätzlich befeuert durch erstmals auch kleinere Werften aus Korea, Vietnam, Kroatien und Brasilien.

Dabei könnte sich der ein oder andere MMG-Propeller auch auf Schiffen wiederfinden, die während der SMM 2010 auf dem Stand des chinesischen Schiffbaukonzerns China Shipbuilding Industry Corporation (CSIC) verhandelt wurden. Zhang Min, Deputy Manager bei CSIC, berichtete von ernsthaften Verhandlungen über den Neubau von mehr als einem Dutzend Schiffen mit vier verschiedenen Schifffahrtsunternehmen, zwei deutschen Reedereien, einer aus Singapur und einer aus Kuwait. Fruchtbare Gespräche habe es auch mit Schiffbauzulieferern und Finanzexperten gegeben.
Vom ersten Auftritt der größten indischen Werft Pipavav Shipyard bei der SMM zeichnete Varindar Kumar, Advisor, ein sehr positives Bild. Das Wichtigste sei gewesen, dass „Pipavav auf der SMM 2010, wo sich die internationale Schiffbauindustrie und Schifffahrtsunternehmen treffen, seine Stärken demonstrieren konnte.“ Das Unternehmen verfüge immerhin über ein 662 Meter langes und 665 Meter breites Trockendock, eines der größten Trockendocks der Welt, sowie über modernste computergesteuerte Fertigungstechnologien und ein gut gefülltes Orderbuch. „Wir haben 2008 die SMM besucht und entschieden, wir müssen hier teilnehmen“, erklärte Kumar. Schließlich sei Indien ein aufstrebender Schiffbaumarkt.
Dasselbe gilt für Bangladesh: aus Indiens Nachbarland nahmen gleich drei Werften für Seeschiffe teil. Die Ananda Shipyard & Slipways ist 2010 bereits zum dritten Mal auf der SMM. Executive Director Tariqul Islam will mit dem Auftritt auf der SMM 2010 dem „internationalen maritimen Markt ein Zeichen geben“. Und das ist offensichtlich gut gesehen worden, denn zahlreiche Schiffseigner haben den Kontakt zu Ananda gesucht. Von ähnlichen Erfahrungen berichteten Gazi R. Rabbani von der Dhaka Dockyard & Engineering Works sowie Anis Mazumder, Executive Director bei der Werft Karnafuly Ship Builders in Chittagong. „Wir haben großes Interesse geweckt und sind äußerst zufrieden mit dem Verlauf der Messe“, so Mazumder.


In gleicher Weise urteilte Martin Bloem, Generaldirektor des holländischen Schiffbauerverbandes Holland Shipbuilding Association, deren Mitglieder neben den Unternehmen des Zuliefererverbandes Holland Marine Equipment auf dem holländischen Gemeinschaftsstand als einem der insgesamt 30 Gemeinschaftsbeteiligungen vertreten waren, über die SMM 2010. Die Marktentwicklung sei positiv, daher sei „das Timing der SMM 2010 sehr gut“. Die Neuentwicklungen hätten zahlreiche Interessenten angelockt.
Ole Henaes, CEO der Norwegian Maritime Exporters, Ausrichter des norwegischen Nationenpavillons, lobte, er habe eine große Zahl von Besuchern aus den „richtigen Etagen ihrer Unternehmen“ registriert. Daher seien die norwegischen Aussteller „mehr als zufrieden.“

Auch Masao Sasaki, General Manager des japanischen Schiffbauzuliefererverbandes Japan Marine Equipment Association (JSMEA), berichtete von einem „sehr guten Geschäft für die Aussteller“ des japanischen Nationenpavillons. So berichtete Akira Hiyama, Assistant Manager beim Dieselmotorenhersteller Niigata, während der SMM 2010 mit den Vertragsverhandlungen für einige neue Verträge über die Ausrüstung von Offshore Versorgungsschiffen für europäische Kunden begonnen zu haben.

Im umfangreichen Rahmenprogramm der SMM gab es für den ersten SMM Offshore Dialogue eine erfolgreiche Premiere. Rund 400 Branchenexperten diskutierten an zwei Tagen die bestehenden und zukünftigen Potenziale und Herausforderungen der Öl- und Gasförderung auf hoher See, des Tiefseebergbaus und der Offshore-Windenergie. „Mit dem SMM Offshore Dialogue boten wir der maritimen und weiteren wie beispielsweise der Wind-Industrie eine einzigartige Gelegenheit, sich über Entwicklungen und Anforderungen des Offshore-Marktes auszutauschen“, so Peter Bergleiter, Projektleiter der SMM. „Wir freuen uns über die rege Beteiligung und planen, dieses Thema zukünftig im Rahmen der Weltleitmesse SMM weiter zu verfolgen.“


Auch der gmec, global maritime environmental congress, wird künftig ein fester Bestandteil im internationalen Dialog der maritimen Industrie sein. „Die Resonanz auf den ersten Umweltgipfel hat uns ganz deutlich gezeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg“, so Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress.
Auf gewachsenes Interesse stieß das bereits zum dritten Mal von der Financial Times Deutschland (FTD) und der Hamburg Messe und Congress ausgerichtete Ship Finance Forum mit dem diesjährigen Thema „The Future of Ship Finance – Crises and Chances“.

Zahlreiche Unternehmen meldeten bereits für die SMM 2012, und reges Interesse bestand an den Auslandstöchtern der SMM Hamburg, der SMM Istanbul und der SMM India.


Die SMM 2012, 25. shipbuilding, machinery & marine technology, international trade fair hamburg, findet vom 4. bis 7. September 2012 auf dem Gelände der Hamburg Messe statt.


Seite drucken | Sitemap | Datenschutz | Impressum
© SMM